Sticken ist eine wirklich schöne Sache; es verleiht Strickwaren kleine Details und Verzierungen. Dieser Artikel erklärt, welche Materialien Sie vor dem Sticken vorbereiten müssen und wie Sie Strickwaren besticken.
Vorbereitung der benötigten Materialien
Vor dem Sticken benötigt man einen wasserlöslichen Stift, Bleistift, Nadel, Garn, ein geeignetes Stickvlies und ein Stück Strickstoff zum Üben. Um die Stickkonturen deutlicher hervorzuheben, wird beim Sticken auf Sportbekleidung üblicherweise ein wasserlösliches Stickvlies verwendet. Dadurch gleiten Nadel und Faden mühelos, ohne von der darunterliegenden Strickstruktur gestört zu werden. Außerdem lässt sich das Stickvlies nach Fertigstellung leicht entfernen. Im Folgenden erklären wir die genaue Verwendung der Materialien:
Auswahl eines Stickmusters
Stickmuster gibt es in vielen Ausführungen und Größen. Daher sollten Sie zunächst das passende Muster für Ihren Strickstoff auswählen. Sie können das Design dazu auf dünnes Papier übertragen, die Konturen ausschneiden und diese dann auf den Strickstoff legen, um zu prüfen, ob das Ergebnis Ihren Vorstellungen entspricht. Noch besser ist es jedoch, über professionelle Ausrüstung zu verfügen. Beispielsweise wird die Stickerei unserer Sportbekleidung in der Regel individuell nach Kundenwunsch angefertigt. Anschließend wird das Gesamtbild mithilfe von 3D-Modellierung visualisiert, um sicherzustellen, dass es den Anforderungen entspricht.
Stabilisatoren
Es gibt zwei Arten von Stickvlies: eines mit Kleberückseite und eines ohne. Im Allgemeinen ist herkömmliches Stickvlies ausreichend und günstiger; das Stickmotiv kann direkt darauf übertragen werden. Allerdings hat die Verwendung auch einige Nachteile. Beispielsweise muss es mit Heftstichen fixiert werden, und bei größeren Motiven kann es während des Stickvorgangs leicht knittern.
Selbstklebende Stickvliese können dieses Problem lösen. Sie sorgen für eine glatte und ebene Stickfläche. Allerdings benötigen Sie einen Leuchttisch oder ein Fenster, um das Stickmuster gut erkennen zu können. Alternativ können Sie es auch ausdrucken. Die ersten drei Fotos unten zeigen unsere gängigsten selbstklebenden Stickvliese, das vierte Foto zeigt herkömmliche wasserlösliche Stickvliese, die meterweise erhältlich sind.
Nadeln
Es gibt viele verschiedene Sticknadeln, darunter Stricknadeln und Chenillenadeln, die sich in ihrer Dicke unterscheiden und daher für unterschiedliche Materialien geeignet sind. Beispielsweise sind gewöhnliche Sticknadeln beim Besticken von Strickwaren nicht dick genug, weshalb Stricknadeln hier die bessere Wahl sind. Für besonders feine Ergebnisse eignen sich Chenillenadeln am besten. Sie ähneln Stricknadeln, haben aber eine spitzere Spitze, wodurch sie leichter durch Stickvliese gleiten. Für mittelstarke Garne sind Nadeln der Größen 18 bis 22 besser geeignet. Dabei gilt: Je kleiner die Nadelspitze, desto größer das Öhr; das Öhr einer Nadel der Größe 18 ist also größer als das einer Nadel der Größe 22. Enthält das Muster viele französische Knoten, ist eine Hutnadel (auch Strohnadel genannt) sehr praktisch. Sie hat von der Spitze bis zum Öhr die gleiche Dicke und gleitet daher mühelos durch die umwickelten Stellen der französischen Knoten.
Stifte
Um die gewünschten Stickeffekte zu erzielen, können auch Transparentstifte und Bleistifte verwendet werden. Bei der Arbeit mit verschiedenfarbigen Strickstoffen ist jedoch Vorsicht bei der Stiftwahl geboten. Auf dunklem oder rötlich-braunem Strickstoff kann man einen gewöhnlichen Bleistift verwenden, bei hellem Strickstoff hingegen können Tintenflecken zurückbleiben, die das Endergebnis beeinträchtigen. Grundsätzlich eignet sich jeder Stift, der für Patchworkarbeiten geeignet ist, beispielsweise ein Pilot Frixion.
Garn
Die Wahl des Garns ist Geschmackssache. Sehr feines Garn wird üblicherweise nicht verwendet, da es durch den Stoff sickern und dadurch die Sichtbarkeit der Stickerei beeinträchtigen kann. Derselbe Effekt lässt sich jedoch auch durch Aufspalten des Garns erzielen. Im Durchschnitt wählt man Garn ähnlicher Stärke wie beim Stricken.
Anleitung zum Besticken von Strickwaren
Zuerst werden die Designelemente auf ein Stück Stoff gezeichnet. Anschließend werden sie auf dem Stoff positioniert und schließlich mit dem Stickgarn fixiert. Im letzten Schritt beginnt die eigentliche Stickarbeit. Es gibt verschiedene Techniken zum Sticken auf Strickstoffen. Dieser Artikel stellt dem Leser zwei unterschiedliche Techniken zum Besticken des oberen Teils eines Pilzes vor.
Zweifarbiger Overlockstich
Der zweifarbige Overlockstich entsteht durch das Hinzufügen einer weiteren Garnfarbe, die eine Reihe paralleler Stiche fixiert und so ein dekoratives, erhabenes und einzigartiges Stichmuster bildet.
So fertigen Sie den zweifarbigen Overlockstich an:
So fertigen Sie einen zweifarbigen Overlockstich an:
Nähen Sie zunächst mit dem ersten farbigen Faden eine Reihe paralleler Stiche.
Nehmen Sie nun den Faden in der anderen Farbe und nähen Sie das Ende an die Rückseite des Stoffes.
Beginnend auf der rechten Seite der parallelen Maschen oben, stechen Sie die Nadel auf der rechten Seite ein.
Führe die Nadel durch die parallelen Stiche und ziehe den Faden von links nach rechts nach oben.
Wiederholen Sie den Vorgang, um ein vertikales Kettenstichmuster zwischen den parallelen Stichen zu erhalten.
Nähen Sie nun auf der rechten Seite der Parallelstiche eine Reihe Kettenstiche nach unten. Anschließend sichern Sie den Faden mit der Nadel auf der linken Seite.
Wenn Sie den Kettenstich auf der linken Seite ausführen möchten, müssen Sie den Faden wechseln und von oben beginnen.
Bewegen Sie die Nadel auf die rechte Seite, beginnend auf der linken Seite der parallelen Maschen oben.
Führen Sie die Nadel von unten nach oben unter die parallelen Maschen. Führen Sie sie von rechts nach links.
Fahren Sie auf diese Weise fort, bis auf der linken Seite der parallelen Maschen eine Reihe von Luftmaschen entstanden ist.
Zum Schluss den Faden auf die linke Seite legen und befestigen.
Parallelstich
Der Parallelstich erzeugt zahlreiche Linien, die parallel zur Stoffoberfläche verlaufen, und wird hauptsächlich zur Hervorhebung vertikaler Bereiche eingesetzt, die in der Regel ein bis zwei Stiche breit sind.
So stickt man einen Parallelstich:
Nehmen Sie ein ausreichend langes Stück Stickgarn und fädeln Sie den Faden in die Nadel ein.
Halten Sie das Ende auf der Rückseite des Stoffes fest.
Beginnen Sie mit dem Nähen auf der rechten Stoffseite, links von der Stelle, an der Sie die Naht setzen möchten.
Ziehen Sie die Nadel auf der anderen Seite der vertikalen Linie heraus und bewegen Sie sie auf die rechte Seite, wo Sie sie diagonal ein oder zwei Reihen unterhalb der ursprünglichen Einstichstelle wieder einstechen.
Diese Schritte sollten so lange wiederholt werden, bis die gewünschte Stichzahl erreicht ist. Um dem Muster etwas Abwechslung zu verleihen, können Sie auch den Abstand zwischen den einzelnen Stichen vergrößern und diesen anschließend mit einem andersfarbigen Garn ausfüllen, wodurch ein zweifarbiger Effekt entsteht.
Nach Fertigstellung der Stickerei müssen schließlich noch einige letzte Schritte durchgeführt werden, wie das Entfernen des Heftmaterials zur Positionierung, das Abschneiden des Stabilisators, um zu vermeiden, dass überschüssiges Material auf dem Kleidungsstück zurückbleibt, und das Eintauchen des fertigen Kleidungsstücks in kaltes Wasser, um den Stabilisator zu entfernen.
Abschließender Gedanke
Wenn Sie Strickwaren besticken möchten, folgen Sie einfach den oben genannten Schritten. Bereiten Sie jedoch alle Materialien vor, bevor Sie beginnen. So vermeiden Sie, dass das Motiv nicht passt, die Handschrift sichtbar ist oder das Nadelöhr zu groß zum Einfädeln erscheint. Es gibt natürlich viele Techniken und Designs zum Besticken von Strickwaren. Bei Interesse können Sie online stöbern oder kostenlose Strickmuster herunterladen. unsere Website.




